Umgang mit Magnesium

„Berufsgenossenschaftlichen Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ (BG-Regeln) zum Umgang mit Magnesium

Die „Berufsgenossenschaftlichen Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ (BG-Regeln) konkretisieren wichtige arbeitstechnische Inhalte, beispielsweise staatliche und berufsgenossenschaftliche Arbeitsschutzvorschriften, technische Spezifikationen oder Präventionsarbeit. Der richtige Umgang mit Magnesium im Betrieb wird also auch genau festgelegt. Im Sinne der BG-Regeln werden Magnesium, Magnesiumstaub, Magnesiumspäne und Magnesiumschlämme unterschieden. Wer also mit diesen Stoffen arbeitet, sie lagert oder sonstiges, muss sich also an gewisse Vorschriften halten. Dabei spielt zum Beispiel die vorschriftsmäßige Bereinigung oder besser gesagt Absaugung von gefährlichen Stoffen eine wichtige Rolle. Für verschiedenste Fertigungs- oder auch Lagerarbeiten können gewisse Beseitigungsverfahren vorgegeben sein, wie dieses Beispiel zeigt:

Magnesium ist kein ungefährliches chemisches Element. Es hat die Eigenschaft,  sich mit Luftsauerstoff zu verbinden bzw. zu oxidieren. Die Oxidation (Verbindung mit Sauerstoff) ist ein Vorgang, bei dem Wärme freigesetzt wird. Magnesium reagiert auch mit anderen Stoffen, insbesondere mit sauerstoffhaltigen Verbindungen. Magnesium reagiert z.B. bei niedrigen Temperaturen mit Wasser unter Freisetzung von Wasserstoff. Bei einer großen Oberfläche des Magnesiums wie bei der Arbeit mit Spänen und Stäuben, kann so viel Wasserstoff frei werden, dass in Mischung mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch – Knallgas – gebildet wird.

Gefährliche Zustände sind insbesondere bei Reaktionen mit schmelzflüssigem und brennendem Magnesium zu befürchten. Magnesium wird in der Liste der gefährlichen Stoffe nach § 4a der Gefahrstoffverordnung als gefährlicher Stoff ausgewiesen, wenn es in Form von Pulver (Stäuben) oder Spänen vorliegt.

Mit einem geeigneten Industriesauger kann man aber so gut wie allen gefährlichen Situationen bei der Arbeit mit Magnesium zuvor kommen. Magnesiumstäube und -späne sind leichtentzündlich und können unter bestimmten Voraussetzungen sogar selbstentzündlich sein. Wegen der Explosionsfähigkeit ist also eine unmittelbare Absaugung mit einem geeigneten Industriesauger enorm wichtig. Geeignet sind ATEX zertifizierte Sauger, Nass- und Trockensauger oder Öl- und Spänesauger, ggf. in Verbindung mit geeigneten Nassabscheidern.

Nach BGR 204 zählen zu den explosionsgefährdeten Bereichen die, in denen:

  • Wasserstoff auftritt entsprechend den Zonen 0, 1 und 2 nach Anhang 3 der Betriebssicherheitsverordnung,
  • Nebel oder Dämpfe brennbarer nichtwassermischbarer Kühlschmierstoffe auftreten entsprechend den Zonen 0, 1 und 2 nach Anhang 3 der Betriebssicherheitsverordnung,
  • Magnesiumstäube auftreten entsprechend den Zonen 20, 21 und 22 nach Anhang 3 der Betriebssicherheitsverordnung.

Jede ATEX-Zone benötigt eine individuelle und geeignete industrielle Absaugung. Delfin Deutschland Industriesauger bietet für jede Zone 1,2 – explosionsfähige Gasatmosphären ,21,22 – explosionsfähige Staubatmosphären und für alle Staubklassen – L, M, H – den passenden Industriesauger. Mehr zu der ATEX Zoneneinteilung erfahren sie hier:

https://www.delfinindustriesauger.de/Was_bedeuten_die_unterschiedlichen_ATEX_Zonen

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